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Gemeinsam LEBEN lernen

Tief eingetaucht in das Alltagsleben der Römer



Am Freitag, dem 21. November, machte sich die Lateinklasse der Jahrgangsstufe 8 auf den Weg zum traditionellen Hüttenwochenende im Freizeitheim Schlempen. Zwar mussten einige Schülerinnen und Schüler terminbedingt leider zuhause bleiben, doch der Gruppe gelang es dennoch, ein intensives und rundum gelungenes Wochenende zu verbringen.

Von Freitagmorgen bis Sonntagmittag tauchten die Schülerinnen und Schüler tief in das Alltagsleben der Römer ein: Was dachten die Römer über Sport und Bewegung – waren die Vorteile körperlicher Aktivität ihnen schon bekannt? Wie sah es in der Antike mit Medizin und Ärzten aus? Was geschah mit Kriminellen, und existierte damals bereits eine Form von Polizei?
Mit diesen Themen befasste sich die Klasse schon am Freitag, begleitet von gemeinsamem Kochen, verschiedenen Gesellschaftsspielen, bei denen meist ein „Mörder“ sein Unwesen trieb und einer Schneeballschlacht im frisch gefallenen Schnee. Außerdem war Hündin Fritzi mit dabei, die sich über jede einzelne Streicheleinheit freute.

Am Samstag ging es spannend weiter – diesmal drehte sich alles darum, was mit Essen zu tun hatte: Was stand bei den Römern überhaupt auf dem Speiseplan, welche Mahlzeiten gab es und wo wurde gegessen? Wie sahen die Tischsitten aus, und stimmte es wirklich, dass man fast ausschließlich Wein trank? Auch wenn die Vorstellung von Papageienzungen als römische Delikatesse eher wenig Enthusiasmus hervorrief, schmeckte das kleine selbst zubereitete römische Gericht der Klasse sehr gut.
Vielleicht lag das wenigstens teilweise auch daran, dass die uns überlieferten Rezepte keinerlei Mengenangaben enthalten: Zutaten, die nicht jedermanns Geschmack sind (etwa Fenchel), ließen sich so wunderbar sparsam dosieren.

Großes Interesse weckte außerdem alles, was sich um Hochzeit und Ehe in der Antike drehte: Welche Bräuche wir heute noch kennen und woher sie stammen, wie sich der Anlass zur Eheschließung im Laufe der Jahrtausende verändert hat und welche Rolle die Frau in der Antike einnahm. Besonders die verwickelte Geschichte um Cato den Jüngeren, der sich von seiner Frau Marcia scheiden ließ, sie mit einem anderen Mann verheiratete und nach dessen Tod erneut ehelichte, sorgte bei den Schülerinnen für berechtigte Empörung. Der Abend klang gemütlich mit Hotdogs und Spielen aus – darunter auch einige, die bereits die Römer kannten.

Am Sonntag hieß es schließlich Abschied nehmen. Etwas müde, aber mit viel frischem Wissen über die Antike und auch über einander trat die Gruppe die Heimreise an.

Text und Foto: Rhea Klauth

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