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Gemeinsam LEBEN lernen

Gottesdienst zum Ursula-Tag



Am 21. Oktober 2025 feierten alle Schülerinnen und Schüler der St. Ursula Schulen gemeinsam den Gottesdienst zum St. Ursula-Tag – ein besonderes Ereignis, das nicht nur den Namen unserer Schule ehrt, sondern auch ein fest verankerter Bestandteil unserer Schulkultur ist.

In diesem Jahr war der Gottesdienst besonders, denn Pfarrer Thomas Mitzkus, der neue Pfarrer der Seelsorgeeinheit Villingen, feierte erstmalig mit den St. Ursula Schulen. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung des Namenstags: „Auch wenn der Namenstag heute oft weniger Beachtung findet, erinnert er uns daran, dass jeder Name und jede Person einzigartig ist. ‚Ich bin einmalig‘ – auch wenn es meinen Namen mehrfach gibt, mich gibt es nur einmal.“

Pfarrer Mitzkus stellte außerdem die Heilige Ursula vor: eine spannende Frau, die vielen jungen Menschen als Vorbild dienen kann. In Anlehnung an das bekannte Lied „Manchmal feiern wir mitten im Tag – ein Fest der Auferstehung“ machte er deutlich, dass der Namenstag auch heute noch eine Feier der Einzigartigkeit und der Freude ist.
Ein besonderer Impuls kam von Lisa Storz, die in den Ferien einen inspirierenden Text einer englischen Autorin an der Evangelischen Akademie gehört hatte. Die Autorin stellte sich Gott als Frau vor, die unermüdlich die Welt erschafft, Menschen formt und den Kosmos plant. Dabei erkannte sie, dass das höchste Prinzip im Leben nicht Arbeit oder Pflicht, sondern Freude ist – ein Gedanke, der auch die Schülerinnen und Schüler anregte, über ihre eigenen Quellen der Freude nachzudenken.

Pfarrer Mitzkus las anschließend aus dem Johannesevangelium (Johannes 15,9): „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe.“ Er stellte den Schülerinnen und Schülern die Frage: „Woher weiß man, dass Gott bei mir ist?“ Seine Antwort: Gott zeigt sich in vielen Spuren, besonders in der echten Freude, die wir erleben – beim Musizieren, beim Helfen oder im Zusammensein. Freude ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns auf unserem Weg begleitet.

Anhand von Beispielen – wie dem Lebensweg von Anne de Xainctonge, die ihre Talente zum Wohl anderer einsetzte, obwohl ihre gesellschaftliche Stellung ihr viele andere Wege ermöglicht hätte, oder einem Mann, der am vergangenen Wochenende bei der Kirchengemeindewahl inmitten von Chaos und Zeitdruck bei der Auszählung mit Freude und Geschick Ordnung schuf – machte Pfarrer Mitzkus deutlich, dass jeder seine eigene „Spur Gottes“ finden kann.

Der Gottesdienst endete mit Fürbitten und der herzlichen Ansprache von Dr. Käfer, der Pfarrer Mitzkus offiziell willkommen hieß: „Wir freuen uns sehr, dass Sie gleich, nachdem Sie erst seit vier Wochen in Villingen sind, mit uns unseren Festtag feiern. Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, unser Kloster und unsere Schule in ihrer ganzen Natur zu erleben.“ Als Willkommensgeschenk überreichte er Pfarrer Mitzkus ein Exemplar des Buches „Dankbar das Vermächtnis leben“, das anlässlich des Auszugs des Klosters St. Ursula im Jahr 2015 entstand.

Der St. Ursula-Tag 2025 war damit nicht nur ein Fest für unsere Schule, sondern auch ein inspirierender Start für viele gemeinsame Gottesdienste in den kommenden Jahren – voller Freude, Gemeinschaft und Achtsamkeit auf den Spuren Gottes.

Text: Stefanie Kelly
Fotos: Philipp Holzmann


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