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Gemeinsam LEBEN lernen

Arbeitsmärkte konkret



T-ZUG hat mit Schienen nichts zu tun und TV FlexÜ ist kein Sportverein – es sind Tarifverträge wie diese, die Beschäftige entlasten können durch freie Tage für z.B. die Kinderbetreuung oder durch ein reduziertes Arbeiten im Alter.

Der Leistungskurs Wirtschaft der Villinger Gymnasien konnte am 21. und 22. Mai 2026 die Welt des Arbeitsmarktes in besonderer Weise erleben. Zuerst machte Jutta Majewski, die als Fachanwältin für Arbeitsrecht für den Arbeitgeberverband Südwestmetall tätig ist, bei ihrem Besuch in unserer Schule in einer abwechslungsreichen Präsentation deutlich, welche Tätigkeitsbereiche ihren Arbeitgeber auszeichnen, wie die Sozialpartner im Sinne der Beschäftigten zusammenarbeiten, welche Meilensteine im Tarifrecht bereits erreicht wurden (z.B. der Anspruch auf 30 Tage Urlaub seit 1981), aber auch, welche Auswirkungen die geo- und wirtschaftspolitischen Verschiebungen der letzten Monate auf die Verhandlungen haben, welche Argumentationsmuster erkennbar sind und wie beide Seiten die Interessen von Arbeitgebern und Beschäftigten abwägen und das Überleben des Standorts Deutschland im Blick haben.

Einen Tag später wurden diese Auswirkungen auf konkreter Ebene anschaubar im Arbeitsgericht Villingen als es bei den Güteverhandlungen hieß: Gibt es eine Möglichkeit zum Vergleich oder muss vor der Kammer verhandelt werden? Die Unterschiedlichkeit der Fälle, der Argumentationen, der Verteidigungsstrategien und der Wege zu erfolgreichen oder erfolglosen Kompromissen lieferten Einblicke in (Lebens-)Geschichten, die so abwechslungsreich und so informativ eingebettet waren, dass der Vormittag wie im Fluge verstrich – Danke an Frau Majewski und die zuständige Richterin, Katharina Haslach, die das Gelingen dieses Doppeltermins erst ermöglichten.

Vielleicht gilt ja für die ein oder den anderen aus dem Kurs ja bald der MTV Azubi…

Text und Foto: Alexander Lumbe

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