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Gemeinsam LEBEN lernen

Lektüre einmal anders



Im Rahmen der Vorbereitung auf die schriftliche Abschlussprüfung im Fach Deutsch liest die Klasse 10R derzeit den Roman „Der Markisenmann“ von Jan Weiler. Die diesjährige Pflichtlektüre erzählt eine persönliche Familien- und Coming-of-Age-Geschichte und ist zugleich eng mit der historischen Realität der DDR und der Stasi-Diktatur verknüpft. Beim Lesen blieben viele Fragen zum geschichtlichen Hintergrund nicht aus.

An dieser spannenden Schnittstelle zwischen Literatur und Geschichte lud die 10R Herrn Tews als DDR-Zeitzeugen ein. Besonders interessant war seine Perspektive, da er ungefähr im gleichen Alter ist wie der Vater und der Stiefvater der Romanfigur Kim Papen. Wenn Herr Tews aus eigener Erfahrung berichtete, ergaben sich immer wieder direkte Bezüge zum Buch.

Die Schülerinnen und Schüler stellten die während der Lektüre gesammelten Fragen – einige sehr textnah, etwa: „Wussten Sie damals, dass es die Stasi gab?“, andere neugierig und alltagsbezogen wie: „Hatte Ihre Familie einen Trabi?“, „Hatten in der DDR wirklich alle gleich viel?“ oder „War die Propaganda für Sie offensichtlich?“

Herr Tews erzählte so anschaulich und mitreißend, dass selbst das Pausenklingeln den Fragenfluss der Schülerinnen und Schüler nicht unterbrach. Am Ende wurde gar der Wunsch nach einer Neuauflage des Zeitzeugengesprächs laut. Das Gespräch machte Geschichte greifbar und zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll persönliche Erinnerungen für das Verständnis literarischer Texte und historischer Zusammenhänge sind.

Die 10R bedankt sich herzlich bei Herrn Tews für diese interessanten Einblicke, die weit über die Lektüre hinausgingen und das Thema lebendig und anschaulich gemacht haben.

Text und Foto: Stefanie Kelly

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