
Die Theater-AG der St. Ursula Schulen präsentiert:

Die „ANDORRAnische Schuld“



Eine kurze Information zum Theaterstück:
Die „ANDORRAnische Schuld“
Andorra ist ein Modell. Ein Ort, der nirgends ist und überall. Eine Geschichte, die erfunden ist und sich doch jeden Tag neu erzählt.
Es geht um Andri, der im Glauben aufgewachsen ist, anders zu sein. Anders als die anderen, ein Außenseiter, ein schwarzes Schaf, der, der immer irgendwie draußen bleiben wird.
Andri ist Jude, wurde von seinem andorranischen Pflegevater als kleines Kind aus dem faschistischen Nachbarland gerettet und im „toleranten“ Andorra aufgezogen. Was Andri aber nicht weiß: Diese Geschichte ist die Lebenslüge seines Vaters, erzählt, um einen Seitensprung zu vertuschen, erzählt, um den unehelichen Sohn zu leugnen. So wächst Andri in dem Bewusstsein auf, kein echter Andorraner zu sein, nie so sein zu können wie alle anderen und das lassen ihn alle immer und immer wieder hinreichend spüren.
Während er sich anfangs gegen die Vorurteile der anderen noch zu wehren versucht, nimmt er die Verhaltenserwartungen seiner Umwelt in dem Moment an, als sich sein „Adoptivvater“ anscheinend auch gegen ihn wendet, indem er ihm die Hand seiner Halbschwester Barblin, mit der er ja aufgrund der Rettung nicht verwandt zu sein scheint, verweigert. Der Verrat ist für ihn komplett – sein letzter Traum platzt.
Die Produktion lehnt sich an das Drama von Max Frisch an, wurde aber in die heutige Sprache übertragen und den Besonderheiten der heutigen Jugend angepasst. So spielt während der Aufführung auch die Technik und die Musik eine gewichtige Rolle in der Inszenierung. Teile, die sich zum Beispiel in den Köpfen der einzelnen Protagonisten abspielen, werden durch Videoprojektion „auf die Bühne gebracht“. „Die andorranische Schuld “ zeigt gerade in der heutigen Zeit Aktualität und Brisanz.

|