St. Ursula Schulen

Gymnasium
Realschule
Hort an der Schule
Bickenstraße 25
78050 Villingen-Schwenningen

Tel. 07721 / 84 65 0
Fax 07721 / 84 65 50

info@st-ursula-schulen-villingen.de

Schulträger:
Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts

Dankschrift zur Kloster- und Schulgeschichte von St. Ursula

 

Die St. Ursula-Schulen haben mit der Veröffentlichung „Dankbar das Vermächtnis leben – Kloster und Schule St. Ursula Villingen im Jahr der Klosterschließung 2015“ eine umfangreiche Würdigung der Kloster- und Schulgeschichte vorgelegt. Mit zahlreichen, bisher teilweise unveröffentlichten Bildern ist das Buch eine bunte und zugleich wissenschaftlich fundierte Darstellung des Bickenklosters. Auf vielen Spezialseiten werden einzelne Persönlichkeiten und weitere Besonderheiten des Klosters vorgestellt.

Im zweiten Teil präsentiert sich die aktuelle Schule mit ihrem Profil. Alle Klassen des Schuljahres 2014/15 sind darin ebenso abgebildet wie einige historische Fotos des Lehrerkollegiums. Eine Auflistung aller Schulabgänger seit 1990 sowie eine komplette Bibliografie der Veröffentlichungen über das Kloster komplettieren den Band. Er ist für nur € 19,- im Sekretariat der St. Ursula-Schulen erhältlich.

Und so urteilt die Presse über die Dankschrift:

„… ein wahrer Schatz für alle, die sich für die Villinger Heimat- und Klostergeschichte interessieren.“ (Schwarzwälder Bote)

„… eine Pflichtlektüre für alle heimatgeschichtlich Interessierten und ehemaligen Ursula-Schülerinnen und Schüler.“ (Südkurier)

 

 

Plakat zur Ausstellung anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Villingen 1999

St. Ursula - einst und heute: Tradition bewahren - Zukunft bereiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Klarissenkloster der seligen Ursula Haider zur Ursulinenschule nach der Regel von Anne de Xainctonge

 

Schon vor mehr als 700 Jahren fanden sich am Bickentor klösterliche Frauengemeinschaften zusammen, so genannte Beginen, die in Armut und Gebet Gott dienen wollten.

 

Im Jahre 1479 wurde Ursula Haider aus Valduna in Vorarlberg nach Villingen gerufen, um im Bickenkloster mit ihren Gefährtinnen die Regel der hl. Klara einzuführen. Das Villinger Klarissenkloster bestand bis 1782, als eine Verordnung des Kaisers Joseph II. befahl, das Klarissenkloster zusammen mit dem in der Nachbarschaft liegenden Kloster der Dominikanerinnen, wie auch alle anderen beschaulichen Klöster, aufzulösen. Schwestern des Lehrordens der Ursulinen aus Freiburg i. Br., die auf die Gesellschaft der hl. Ursula zurückgehen, die Anne de Xainctonge in Dôle/Frankreich gegründet hatte, zogen in das alte Kloster ein und nahmen einige ehemalige Klarissen und Dominikanerinnen in ihren Orden auf. 1782 war das Geburtsjahr der Schule St. Ursula.

 

Das Angebot des „Lehr- und Erziehungsinstituts St. Ursula“ richtete sich nach den Erwartungen der Stadt Villingen, die seine Gründung gewollt hatte, und nach den Bedürfnissen der Zeit, Mädchen eine umfassende Ausbildung zu geben. Die Schwestern von St. Ursula unterrichteten sowohl in der staatlichen Mädchenvolksschule (heutige Klosterringschule), als auch in verschiedenen Schulzweigen, die sich in den Räumen des Klosters an der Bickenstraße entwickelten. In den so genannten Pensionatskursen, die ein Programm von drei Jahren umfassten, gab es schon vor über 100 Jahren unter anderem Noten für Fleiß, Schönschreiben, Singen, Klavier, Violine, Turnen und Handarbeit.

 

 

Klarissenkloster (T) mit Kloster der Dominikanerinnen (Ausschnitt aus dem "Grupp'schen Plan" um 1690)

 

Internat und Lehrinstitut für Mädchen

 

Bald wünschten sich auch auswärtige Schülerinnen, ihre Schulbildung hier fortzusetzen. Für sie richtete man ein Internat ein, das bis zu 60 Mädchen aufnehmen konnte. Neubauten und der Erwerb der an die Klosterschule anschließenden Gebäude wurden ab 1841 notwendig.

 

Der Hitlerstaat, der keine klösterlichen Schulen duldete, ließ 1940 auch die Schule St. Ursula schließen. Das Gebäude diente als Lager für Auslandsdeutsche, als Lazarett und als Quartier für ausgesiedelte Menschen.

 

Von der französischen Besatzungsmacht erhielt St. Ursula schon 1945 die Freiheit, seine Schulzweige wieder einzurichten. Progymnasium, Handelsschule (später Wirtschaftsschule) und Internat füllten sich wieder und erhielten bald die staatliche Anerkennung. 1972 wurde die Schule durch eine Turnhalle mit Bühne, die auch für Feste und Aufführungen genutzt werden konnte, und durch einen Bau an der Bärengasse, den so genannten „Bärenbau“, erweitert. In ihm waren ein Physik- und Chemieraum und die Klassenräume für die zweijährige Wirtschaftsschule untergebracht.

 

 

Fassade des Lehrinstituts um 1900

 

Progymnasium, Realschule, Tagesschule

 

Den Bedürfnissen der Zeit entsprechend, konnte 1979 unter der damaligen Schulleiterin Sr. Gisela Sattler ein Realschulzweig eingerichtet werden. Internat und Wirtschaftsschule waren seit der Anbindung des ländlichen Raumes durch Schulbusse an Städte mit Schulzentren nicht mehr so gefragt, so dass der Schulträger, das Kloster St. Ursula, beide Einrichtungen Mitte der 1980er-Jahre auslaufen ließ. Dafür entstand die Tagesschule mit Hausaufgabenbetreuung. Die Schließung des Internats brachte der Schule zusätzliche Räume, nachdem sie durch den Erweiterungsbau in der Bärengasse schon seit 1972 Räume für die Naturwissenschaften gewonnen hatte.

 

Im Jahre 1986 erfuhr die Schule eine tiefgreifende Veränderung, weil in den fünften Klassen zum ersten Mal Jungen aufgenommen und die Geschicke der Schulen erstmals in den Händen eines weltlichen Schulleiters lagen.

  

 

Vom Kloster zur Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg

 

Viele Schulen, die seit ihrer Entstehung in klösterlicher Trägerschaft gewesen waren, gerieten in personelle und finanzielle Schwierigkeiten. Um diese Schulen zu erhalten, gründete die Erzdiözese Freiburg 1988 eine Schulstiftung. In ihre Trägerschaft übergab die Superiorin des Klosters St. Ursula, Sr. Eva Maria Lapp, am 1. Januar 1990 die Schulen von St. Ursula.

 

Seit 1990 auf eine neue, abgesicherte Basis gestellt, leisten die Villinger St. Ursula-Schulen nach wie vor aus der von der Mutter Anne de Xainctonge begründeten Schultradition heraus ihre neuzeitliche Erziehungs- und Bildungsarbeit auf dem Fundament christlicher Weltanschauung und Wertordnung. Die Berührung mit dem Klosterbereich, der Raum der Klosterkirche und die erhaltenen sakralen Kunstwerke der Vorgängerklöster führen „die besondere kirchliche Ausrichtung“ der Villinger St. Ursula-Schulen im Bickenkloster deutlich vor Augen.

 

Bei der umfangreichen Grundsanierung der Schulgebäude von 1992 bis 1997 stand deshalb stets das Motto „Tradition bewahren – Zukunft bereiten“ im Vordergrund. Es entstanden eine große, helle Aula mit Bühne, eine neue Sporthalle und ein neuer Eingangsbereich. Die alte Bausubstanz wurde zum Teil entkernt, aus den ehemaligen Internatsräumen wurden neue Klassenzimmer. Im Erdgeschoss konnten ein Lehrerzimmer, eine Lehrerbibliothek, ein Elternsprechzimmer und Werkräume geschaffen werden.

 

 

Eingangsportal von Kloster und Schule

 

Im Gymnasium bis zum Abitur

 

Unter dem damaligen Schulleiter Dr. Josef Oswald fiel, in Absprache mit der Erzdiözese Freiburg, schon bald der Entschluss, das Progymnasium St. Ursula zu einem Gymnasium auszubauen, das bis zum Abitur führt. Das erste Abitur am St. Ursula-Gymnasium fand 2006 statt und im Schuljahr 2003/04 starteten die ersten G 8-Klassen, die 2012 an St. Ursula ihr Abitur ablegen. Eingerichtet wurden ab Klasse 8 ein musisches Profil (Profilfach Musik), ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil (Profilfach Naturwissenschaft und Technik) und ein sprachliches Profil (Profilfach Latein). Aus Platzgründen bedeutete dies aber gleichzeitig, die Realschule einzügig zu führen.

 

Mit Hilfe des Klosters St. Ursula gelang es 2009, den Schulhof mit seiner prägenden Kastanie ansprechend zu erneuern und schülerfreundlich zu gestalten. Der „Kastanienhof“ und die Schulaula bieten ein ideales Ambiente für die Schulfeste, die alle zwei Jahre vom „Freundeskreis der St. Ursula-Schulen“ veranstaltet werden.

 

Im Rahmen des Konjunkturförderprogramms des Landes konnten 2009 bis 2011 im so genannten „Bärenbau“ Dach und Fassade wärmegedämmt, Fenster erneuert und Innenraumrenovierungen durchgeführt werden. Schon im Jahr 2008 erhielt der „Bärenbau“ in seinem Obergeschoss einen komplett eingerichteten Raum für das Profilfach NwT (Naturwissenschaft und Technik).

 

Heute besuchen über 600 Schülerinnen und Schüler die St. Ursula-Schulen am Villinger Bickentor. „Tradition bewahren – Zukunft bereiten“, das galt für das Lehrinstitut St. Ursula früher und gilt für die St. Ursula-Schulen noch heute.

 

 (Klaus Nagel, 1. März 2011)

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