Schule und Kloster St. Ursula VS-Villingen

Klosterkirche St. Ursula am Villinger Bickentor

 

Von 1782 bis 1990 befand sich das Lehrinstitut St. Ursula in der Trägerschaft des Villinger Ursulinen-Konvents. Das Kloster bestand bis zum Sommer 2015 fort und schloss dann seine Pforte. Derzeit werden umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Ein Teil der bisherigen Klosterräume wird der Schule zugänglich gemacht; ein anderer Teil wird das damalige Klosterleben veranschaulichen.

 

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Erinnerungstafel an das Kloster St. Ursula im neuen Nordportal der Schule

Nach Schließung des Klosters im Sommer 2015 hatte unser Kollege Klaus Nagel die Idee, die komplette Klostergeschichte in Form einer Erinnerungstafel in der Schule im Bewusstsein zu halten. Als passenden Ort dafür wurde der neue Eingangsbereich im Nordportal ausgewählt. Herrn Nagel kam für die inhaltliche Ausführung zugute, dass er als profunder Kenner der Heimatgeschichte an der Darstellung der Klostergeschichte in unserer „Dankschrift“ federführend beteiligt war. Die grafische Seite der Tafel führte Herr Günter Ludwig aus, der auch unser Schullogo entworfen und das Layout der „Dankschrift“ gestaltet hat. Zusammen mit dem historischen „Stammbaum“ des Klosters im südlichen Eingangsbereich bezeugt nun die neue Erinnerungstafel im Nordportal die reiche Geschichte unseres Hauses.

 

 

Historischer Auszug aus dem Kloster

Am 20. Juli 2015 hat sich Sr. M. Siegrun Schachtner aus dem Konvent der Ursulinen von VS-Villingen verabschiedet. Mit der Auflösung des Klosters am Bickentor wird sie vom Konvent der Ursulinen in Brig im Schweizer Wallis aufgenommen, die nach derselben Ordensregel der Anne de Xainctonge leben und mit dem Villinger Kloster in einer Föderation verbunden sind. Bei ihrer Abfahrt nach Brig haben Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der St. Ursula-Schulen sowie Mitarbeiterinnen des Klosters ihr zum Abschied aus den Fenstern gewinkt.

 

 

Jahrhunderte alte Klostergeschichte endet

Die letzten Bewohner von St. Ursula schließen das Kloster im Sommer 2015 (von links): Sr. M. Siegrun Schachtner, Frau Superiorin Sr. M. Roswitha Wecker, Pater Hermann Fuchs CSsR

 

Die Schwestern von St. Ursula haben sich entschieden: Im Sommer 2015 wird das Kloster geschlossen. Damit endet die Jahrhunderte alte Klostergeschichte in Villingen.

 

Das Haus am Bickentor hatte vermutlich im 13. Jahrhundert begonnen, ein Konvent frommer Frauen zu sein. Durch das Wirken der Seligen Ursula Haider (1413–1498) hatte sich die Sammlung, die nach der Regel der Klarissen lebte, zu einem überregional erfolgreichen Kloster reformiert. Im Jahr 1782 mussten die Klarissen jedoch auf Anordnung des Habsburger Kaisers Joseph II. ihren Konvent auflösen. Ein Teil der Schwestern tat sich daraufhin mit einigen Dominikanerinnen aus dem benachbarten Kloster an der Bärengasse zusammen und gründete mit Hilfe der Ursulinen aus Freiburg eine Mädchenschule. Ihr Konvent, der jetzt nach der Ordensregel der Anne de Xainctonge lebte, durfte das Bickenkloster als St. Ursula-Kloster weiter erhalten.

 

Nachdem der Konvent um 1900 noch aus mehr als hundert Ursulinen-Schwestern bestanden hatte, ging ihre Zahl im 20. Jahrhundert stetig zurück. Das Internat musste geschlossen werden; die Schule wurde nach über 200-jährigem Bestehen an die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg übergeben. Nach dem Tod von Sr. Gisela und der langjährigen Superiorin Sr. Eva-Maria begannen die letzten verbliebenen Schwestern, Superiorin Sr. Roswitha und Sr. Siegrun zusammen mit dem Ordensgeistlichen Pater Fuchs, mit den Vorbereitungen zur Auflösung des Klosters.

 

Nun ist es soweit, dass zum Beginn der Sommerferien, am 1. August 2015, das letzte aktive Kloster Villingens endet. Zwei Wochen vorher, am 15. Juli 2015, werden die Schwestern durch den für das Ordenswesen in der Erzdiözese zuständigen Weihbischof Dr. Michael Gerber im Kloster und in der Schule feierlich verabschiedet. Sr. Siegrun hat sich entschieden, ihr Ordensleben beim befreundeten St. Ursula-Kloster in Brig im Schweizer Wallis fortzuführen. Sr. Roswitha wird mit Pater Fuchs, der ihr Cousin ist, voraussichtlich eine Wohngemeinschaft im Villinger Altenheim St. Lioba bewohnen.

 

Der Gebäudekomplex von St. Ursula, d. h. das eigentliche Kloster und die Schulgebäude, gehört bis jetzt dem Ursulinenkonvent; er wird in den Besitz der Erzdiözese übergehen. Das Ordinariat Freiburg wird dabei den Willen der Schwestern respektieren, dass ein Teil des bisherigen Klosters für die Nutzung der Schule zur Verfügung gestellt wird. Ein anderer Teil wird in seinem bisherigen Zustand erhalten bleiben und zur Veranschaulichung des letzten aktiven Villinger Klosterlebens dienen.

 

Die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg hat bereits vor einigen Jahren den Auftrag bekommen, für den Zeitpunkt der Schließung des Klosters Umbaupläne zu erstellen. Diese Pläne sind in der Zwischenzeit so mit den zuständigen Behörden abgestimmt, dass der Bauantrag für den Umbau zur schulischen Nutzung eingereicht werden konnte. Spätestens mit Beginn der Sommerferien 2015 werden voraussichtlich die ersten großen Maßnahmen starten. Geplant ist, dass in drei großen Bauabschnitten von jeweils zwei Jahren zuerst der Nordflügel mit dem Wirtschaftsgebäude des Klosters, dann der Westflügel mit den ehemaligen neueren Klosterzellen und schließlich teilweise der Ostflügel mit dem historischen Klosterteil umgestaltet werden.

 

 

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