Trauermetten 2019: aus der Finsternis zum Licht

 

Bereits zum dritten Mal war die Klosterkirche St. Ursula am Karfreitag und Karsamstag der Ort für zwei Trauermetten. Unter der spirituellen Leitung unseres Kollegen Markus Kreutz (Texte) brachten sich erneut unser ehemaliger Kollege Axel E. Heil (Bildende Kunst) und unser Kollege Matthias Eschbach (Musik) in die Konzeption der sehr gut besuchten Gottesdienste ein.

Unter dem Motto „TENEBRAE – Aus der Finsternis zum Licht“ wurde einerseits die Finsternis des Karfreitags thematisiert, andererseits die Öffnung zum Licht von Ostern am Karsamstag. Die gemeinsam gesungenen Psalmen und Hymnen griffen beide Aspekte ebenso auf wie die Fürbitten, die unsere Kollegin Birgit Decker vortrug. Musikalisch waren die Andachten zudem geprägt von der dritten Motette „Tenebrae factae sunt“ aus den „Quatre motets pour un temps de pénitence“ von Francis Poulenc aus den Jahren 1938/39. Das a capella vorgetragene Werk vertonte drei Verse aus den Passionen der Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas. Mit großer Dynamik kamen mit Birgit Decker, Lea-Sophie Decker, Veronika Kreutz, Hannah Maier, Thorsten Bast und Matthias Eschbach mehrere aktuelle und ehemalige Mitglieder unserer Schulgemeinschaft zum Einsatz. Harmonisch verstärkt wurden sie durch Agnes Suszter und Roman Laub.

Markus Kreutz ging in seiner Meditation auf die verschiedenen Wortbedeutungen des lateinischen „Tenebrae“ ein, wobei er besonders das „Dunkel der Ohnmacht“ ansprach – eine Erfahrung, die viele Menschen angesichts der aktuellen weltweiten Ereignisse machen würden. Axel E. Heil knüpfte in den Gedanken zu seiner Kunstinstallation an diese Erfahrung an. Er erläuterte, dass er mit seiner Installation „Tenebrae – ad lucem!“ zunächst eine „Altarverfinsterung“ durchgeführt habe. Seine drei bildhaften Motive hätten in der Fastenzeit bewusst „gefastet“, indem keine Farbe, keine geschwungenen oder diagonalen Linien und keine klaren Kontraste von schwarz/weiß verwendet wurden. Stattdessen diente zur Einkleidung ein lichtdurchlässiges schwarzes Unkrautflies. Nach der Trauermette am Karfreitag wurden daraus die Flächen hinter den Bildtafeln herausgeschnitten, so dass das wechselnde Tageslicht durch die Tafeln hindurchleuchten und sich dadurch die Finsternis in Licht verwandeln konnte. Die abgeschnittenen Bahnen des Flies lagen in kleinen Fetzen auf den Plätzen der Gottesdienstbesucher. Markus Kreutz lud dazu ein, sie ins Osterfeuer zu werfen, um die persönlichen Finsternisse dem Licht von Ostern anzuvertrauen.

 

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