St. Ursula Schulen

Gymnasium
Realschule
Hort an der Schule
Bickenstraße 25
78050 Villingen-Schwenningen

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Schulträger:
Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts

Landtagsabgeordnete Martina Braun schenkt Zehntklässlern eine Schulstunde Zeit

 

Anlässlich des Tages der Freien Schulen 2016 besuchte Martina Braun von Bündnis 90/Die Grünen die St. Ursula-Schulen in VS-Villingen. Angeregt von der Kampagne der Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen in Baden-Württemberg (AGFS) mit dem Motto „Schenken Sie uns eine (Schul-)Stunde Ihrer Zeit“, stellte sich die Landtagsabgeordnete in der Klasse 10 b des Gymnasiums und in der 10. Klasse der Realschule den Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler.

Martina Braun stellte ihren Werdegang und ihre Arbeit im Landtag vor. Dabei legte sie Wert darauf, dass sie „nah am Bürger und nah an den Jugendlichen“ sein wolle. Daher sei sie sehr gerne der Einladung in die St. Ursula-Schulen gefolgt. Ob sie eine Prüfung habe ablegen müssen, um Politikerin zu werden, wollte ein Schüler wissen. Die Abgeordnete verneinte zwar die Frage, meinte aber, dass sie sich in viele Themen einarbeiten müsse, als ob sie Vokabeln lerne. „Man muss vor der Partei und vor den Wählern bestehen“, sagte sie. „Ich habe jetzt sehr viel Kopfarbeit, und das ist sehr viel anstrengender, als einen Tag lang einen Weidezaun zu bauen.“

Eine größere Fragerunde beschäftigte sich mit dem Verhältnis zu den politischen Freunden und den politischen Gegnern. Den Ministerpräsidenten sehe sie fast täglich und sei mit ihm per Du. Aber auch mit den politischen Gegnern treffe sie sich gelegentlich auf ein Bier. Zur Politikfähigkeit gehöre, dass man sich in einer Sache durchaus streiten, aber gleichzeitig die Person des politischen Gegners schätzen müsse. Selbst mit der AfD pflege sie einen höflichen Umgang, „wie es sich für Menschen gehört.“

Welche Meinung sie zur Flüchtlingspolitik habe, fragte eine Schülerin. Martina Braun dazu: „Frau Merkel hätte gar nichts anderes sagen können als ‚Wir schaffen das!‘“ Flüchtlinge aufzunehmen sei eine humanitäre Aufgabe, die wir pragmatisch lösen müssten. „Ich kann die Bilder der zerbombten Häuser in Aleppo nicht mehr mit ansehen.“ Sie verwies auf ihre Kontakte mit der Hilfsorganisation „Refugio“ und ihre Besuche im Erstaufnahmelager. Bei Fragen der Kriminalität und des Terrorismus vertraue sie auf die „deutsche Gründlichkeit“ von Polizei und Verfassungsschutz. Ansonsten finde sie, „dass unsere Gesellschaft im Ehrenamt ganz tolle Arbeit geleistet“ habe. „Wenn wir das mit der Flüchtlingspolitik gut machen, ist das eine Win-win-Situation.“

Welche Ziele sie als Politikerin habe, wurde Martina Braun gefragt. Sie erklärte die Ökologisierung der Landwirtschaft gegen Klimawandel und Armut sowie die Gestaltung des ländlichen Raums zu ihren Hauptanliegen. „Wir müssen den ländlichen Raum lebens- und liebenswert machen, so dass junge Leute sagen: ‚Ich bin gern in Villingen.‘“

Nach ihrem Besuch in den beiden Schulklassen begrüßte sie in der großen Pause das Kollegium und führte anschließend ein Gespräch mit dem Schulleiter Johannes Kaiser, worin es u. a. um das Anliegen der freien Schulen ging, bei der für 2017 notwendigen Novellierung des Privatschulgesetzes eine faire Privatschulfinanzierung zu erreichen.

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